Terran im Juni 2026: Vielfalt, Vernetzung und Visionen für nachhaltigen Tourismus

Ein Monat voller Impulse und Engagement
Der Juni war für Terran ein Monat der Begegnungen, der Ideen und des gemeinsamen Gestaltens. Auf verschiedenen Ebenen: von lokalen Festen über Fachkonferenzen bis hin zu politischen Stellungnahmen. Wir haben uns für einen nachhaltigen, regenerativen und klimafreundlichen Tourismus eingesetzt. Hier ein Rückblick auf die Highlights und warum unser Engagement auf allen Ebenen zählt.

Zukunft gestalten: Vom Zukunftssummit bis zur MOVERENCE-Konferenz

Zukunftssummit: Junge Perspektiven auf die Welt von morgen
Am 8. Juni fand das Zukunftssummit in Biel statt, ein Raum, in dem 400 Schüler:innen ihre eigenen Fragen an die Zukunft stellten. Mit 80 Beitragenden und 25 Freiwilligen entstand eine Vielfalt an Ideen, die zeigten: Zukunft wird nicht einfach passieren, wir gestalten sie gemeinsam. Terran war dabei, um junge Menschen zu ermutigen, ihre Visionen für nachhaltiges und zukünftiges Reisen einzubringen. Die Stimme der nächsten Generation ist entscheidend für den Wandel.

MOVERENCE: Regenerativer Tourismus im Fokus
Am 10. Juni startete die MOVERENCE-Konferenz, die sich mit der Frage beschäftigte: Wie kann die Zukunft des Tourismus aussehen? Die Antworten waren klar:

  • Natur ist keine Ressource, sondern die Grundlage des Lebens.
  • Orte werden bedeutsam, wenn Menschen in Resonanz mit ihnen treten.
  • Gemeinschaften wachsen durch Beziehungen.
  • Nicht die Anzahl der Besucher:innen zählt, sondern der Wert für Orte und Menschen.

Als Collaborating Partner von MOVERENCE war es uns wichtig, den «Elefanten im Raum» zu thematisieren: Tourismus ist immer noch zu stark vom Flugverkehr abhängig. Hier braucht es eine bewusstere Wahrnehmung und Integration von Transport in den Tourismus, denn ohne eine Wende in der Mobilität kann es keine echte Nachhaltigkeit geben.

Lokale Verankerung: Vom Quartierfest bis zum Sommerfest

Pilotquartier Netto-Null: Ideen für die Stadt der Zukunft
Am 13. Juni feierte Zürichs Pilotquartier Netto-Null sein Fest und terran war mittendrin! Aus 233 Einreichungen wurden die 26 besten Projektideen prämiert, darunter Initiativen für Begrünung, Tauschplätze und klimafreundliches Reisen. Besonders spannend: Unser Projekt wurde unter über 200 Einreichungen selektioniert und geht in die nächste Runde! Die finale Auswahl findet im November statt.
Wir sind gespannt!

Sommerfest in Winterthur: Living Library & Frappé-Vélo
Am 28. Juni veranstalteten wir unser Sommerfest im Quartier Oberfeld, kombiniert mit dem lokalen Strassenfest. Trotz der erdrückenden Hitze testeten wir ein neues Format: die «Living Library for Terran Travel«. Terraner:innen berichteten spontan von ihren Reiserfahrungen, und dank unserem Frappé-Vélo konnten sich Besucher:innen ihre eigene Erfrischung mixen. Ein gelungener Tag, der zeigte: Nachhaltiger Tourismus kann auch lokal gelebt werden.

Climate Community Apéro:
Speeddating für klimafreundliches Reisen
Am 30. Juni luden wir gemeinsam mit One Planet Lab zum Summer Apéro der Climate Community im Impact Hub Zürich ein. Mit terran-inspirierenden Speeddating-Fragen und einem Quiz brachten wir 40 Personen zum Nachdenken über klimafreundliches Reisen. Die Stimmung war lebendig, die Gespräche inspirierend und am Ende gingen alle mit neuen Perspektiven und Kontakten nach Hause.

Politisches Engagement: Stellungnahme zur Tourismuspolitik

Nicht nur auf der Strasse, sondern auch in der Politik setzen wir uns ein: Als Teil der Arbeitsgruppe «Klima & Tourismus» der Klima-Allianz haben wir eine Stellungnahme an das SECO eingereicht. Unsere Forderungen:

  • Nachhaltigkeit als Hauptziel der Tourismuspolitik – nicht nur als Querschnittsthema.
  • Klimaneutralität bis 2050 mit verbindlichen Absenkpfaden für die Tourismuswirtschaft.
  • Fördergelder nur noch für Projekte mit ökologischen Nachweisen.
  • Gästelenkung statt reiner Nachfrageförderung, damit Tourismus Wert für Orte und Menschen schafft, nicht nur für die Bilanz.
  • Keine Subventionen für Fernreisen-Werbung: interkontinentale Flüge machen einen enormen Anteil des Schweizer CO₂-Fussabdrucks aus.

Und du? Wie siehst du die Zukunft des Tourismus?

Wir sind überzeugt: Tourismus kann ein Kraft für Gutes sein, wenn wir ihn bewusst, langsam und im Einklang mit der Natur gestalten. Was denkst du? Welche eine Sache sollte Tourismus in deiner Region mehr schaffen?